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Damit das Disaster nicht zur Katastrophe wird

Statistiken zufolge überleben lediglich sechs Prozent der Unternehmen, die einen plötzlichen Verlust ihrer Datenaufzeichnungen hinnehmen mussten, die nachfolgenden beiden Jahre.

Der Oberbegriff Disaster Recovery – oder „Notfallwiederherstellung“ im Deutschen – umfaßt alle Maßnahmen, die getroffen werden müssen, wenn das Undenkbare eintritt und alle ergriffenen Vorkehrungen – wie regelmäßige Sicherheitskopien, Virenscanner oder die Vorschaltung von Notstromversorgungen – vollständig versagen.
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Führt eine Katastrophe natürlicher, digitaler oder menschlicher Art zur Vernichtung von Informationen, Rechenlagen oder spezialisiertem Personal, sorgen Maßnahmen der Disaster Recovery für die Wiederherstellung der Systeme und erlauben die zeitnahe Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs.

Ein durchdachter Notfallplan gewichtet die gespeicherten Informationen anhand ihrer Bedeutung für das Unternehmen und ermittelt für die einzelnen Kategorien jeweils zwei Vorgaben. RTO (Recovery Time Objective) begrenzt die Zeit, die maximal bis zur erneuten Funktionsfähigkeit des Teilbereichs verstreichen darf, RPO (Recovery Point Objective) legt die Toleranzgrenze fest, was die zu erreichende Aktualität der wiederhergestellten Daten betrifft.

Die strategische Vorgehensweise zur Wiederherstellung sollte schriftlich in einem Disaster Recovery Plan formuliert werden und alle wesentlichen Aspekte der zu ergreifenden Notfallmaßnahmen enthalten.
Hierzu zählen bereits im Vorfeld zu erledigende Tätigkeiten wie die geeignete Konfiguration und Verknüpfung von Archiven, Datenbanken, Servern und Netzwerken, um die Wiederherstellung der Informationen aus technischer Sicht bestmöglich zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ebenfalls ist die Einrichtung ausgelagerter, besonders geschützter Räumlichkeiten zur sicheren Aufbewahrung externer Rechenanlagen und Sicherungskopien zu prüfen.

Kommt es zum Eintritt der Katastrophe, regelt der Plan die Zuweisung der einzelnen Aufgabenbereiche an die zuständigen Mitarbeiter und die Vorbereitung des Personals auf die bevorstehende Mehrarbeit, die sofortige Benachrichtigung der Kunden zur Vermeidung von Panikreaktionen, die logistische Vorgehensweise zum zeitnahen Wiederaufbau der Hardware sowie die schnelle Heranschaffung von Kopien aus externen Quellen – gegebenenfalls über gesondert errichtete Netzwerkverbindungen.

Dieser Plan sollte auf seine Durchführbarkeit getestet werden, auch empfehlen sich Probealarme, um Mitarbeiter und Technik auf den Ernstfall vorzubereiten und durch Routine dem Disaster seinen Schrecken zu nehmen.